Freie Wahl!?

Von wegen! Viel zu oft hält sich Mensch als Übermensch. Denkt, alles unter Kontrolle zu haben, bis TSCHAK, das Ergebnis doch nicht so toll ist. Wie ist das mit der freien Wahl?
Ist es nicht leichter, einfach das Außen anzuklagen, wenn sich das gewünschte Ergebnis nicht einstellt? Hätte eine andere Entscheidung tatsächlich den Unterschied gemacht? Oder wäre es ohnehin gekommen, wie es gekommen ist?

„Die Entscheidung liegt bei Dir – Wege aus der alltäglichen Unzufriedenheit“ war nicht nur ein Buchtitel, der mich interessierte – nein – ich hatte 2004 sogar die Gelegenheit einen diesbezüglichen Vortrag von Dr. Reinhard K. Sprenger anzuhören. Als Teil des Veranstaltungsteams wusste ich zudem um sein hohes Honorars (etwas, das ich ebenso spannend fand – ein andern mal mehr dazu) und war einmal mehr interessiert zu hören, was er erzählen wird.

An DEN Inhalt kann ich mich nicht mehr genau erinnern – vielleicht hat aber genau die Zwischenfrage einer Frau aus dem Publikum dazu geführt, dass ich eine Essenz für mich mitnehmen konnte. Etwas, das im RÜCKblick und meinen eigenen Erfahrungen einmal mehr heute Sinn macht. Damals hatte für die unmittelbare Nachvollziehbarkeit und das Verständis etwas in seiner Antwort gefehlt.

Du fragst Dich, was die Frage und was die Antwort war!? Ok:

„Wenn eine Frau ein behindertes Kind bekommt, hat sie das wohl nicht selbst entschieden, oder!?“

Spannende Frage, wie ich fand. Noch spannender die Antwort, die aus dem Munde Herrn Sprengers kam, der sich einem folglich angespannten Publikum gegenüber sah. Er hat – aus meiner heutigen Sicht – Recht, als er damals meinte, dass es die Kette der kleinen Entscheidungen ist, die den Unterschied macht. Die Geburt des behinderten Kindes ist nicht DIE eine Entscheidung. BUMM – das hatte gesessen. Und doch hatte er recht – kann ich für mich bestätigen: Die Ansammlung der kleinen Entscheidungen führen in die eine oder andere Richtung.

Was für mich damals gefehlt hat? Die Unterscheidung zwischen bewusster und unbewusster Entscheidung. Was das heißt? Worin der Unterschied besteht?

Es ist wichtig zu wissen, dass der Großteil unserer Entscheidungen UNbewusst gefällt wird. Die inneren Glaubensmuster geben die Richtung vor. Individuelle, typische Handlungsprogramme des Menschen laufen verselbständigt ab. Ob in Bezug auf die Sprache/Wortwahl, die Kleidung, ob im Hinblick auf die Produkte, auf die Mensch im Einkauf greift – in jeder alltäglichen, noch so kleinen, scheinbar unbedeutenden Situation, findet sich eine vorangegangene Entscheidung. Eine unbewusste Entscheidung, über die Mensch nicht nachgedacht hat. Vielfach NIE nachgedacht hat, sondern übernommen hat. Dieser Wulst an unbewussten Entscheidungen kommt aus den STARtzeiten des Lebens. Für eine sehr bedeutende Zeit, unsere AUFSAUGzeit, wurden uns Entscheidungen von anderen abgenommen. Tja – und der Überlebensbeweis hierfür stellt nicht in Frage, ob es nicht NOCH bessere Möglichkeiten gegeben hätte. Vielmehr hält uns diese Beweisgrundlage davon

ab, bessere Möglichkeiten für uns JETZT zu sehen. Jetzt, wo wir NICHT mehr von den Eltern abhängig sind, wo wir als Erwachsene für uns selbst ganz anders da sein können. Könnten…. Nur, was tut Mensch: er bleibt im Bekannten. Nach neuen Möglichkeiten wird nicht gesucht, selbst wenn Mensch merkt, dass irgendwie etwas fehlt/mehr möglich sein könnte. Er HAT eine Antwort, die für ihn Leben sichert. Warum zusätzlich riskieren oder Sorgen haben, weil das Außen hinterfragt? So wird unwichtig erscheinende Frage nach der Wahl der Zahncreme lediglich (sofern Du Dich hintraust – das ist ein anderes Thema) von Deinem Zahnarzt hinterfragt.

Wie rasch sich doch der Traum von einer Veränderung hin zu Lebendigkeit auflöst!?

Jetzt kannst Du so, wie in dem Beispiel mein Mann den Zahnarzt wechseln und nichts ändern (wäre da nicht seine Frau, also ich, die ihn wieder anregt oder aufregt zu WACHstum) oder Dich fragen, ob die neuen Möglichkeiten nicht vielleicht doch mehr für Dich bringen.

Jene, die mit mir arbeiten wissen um meine Gewohnheits-Aufdeckungsqualitäten und dem Trainingsfokus auf kleine, machbare, für den Verstand schaffbare (der Kopf braucht auch Futter) Schritte. DASS (das zeigt sich dann in der Umsetzung) dies emotional fordernd ist, lohnt sich letztlich. Mehr noch: es macht mutig! Die erfahrbaren Erfolgserlebnisse im Kleinen regen an für größere Entscheidungen.

Wenn ich von „freier Wahl“ spreche ist dies meine Anregung zu einer BEWUSSTEN Entscheidung. Als Ausdruck des jetzigen SELBST vs. Übernahme von Altem/Gewohnten. Mit dem Ergebnis einer Entscheidung, hinter der Mensch steht – egal, wie andere es entscheiden (würden), egal, was das Ergebnis bringt. Frei von Erwartungen an das Ergebnis!

Diese Nicht-alltägliche Situation dient der Veranschaulichung:
Ich habe mich trotz des gefühlt hohen Ticket-Preises für eine Veranstaltung angemeldet. Bei der Anmeldung habe ich den Preis im Sinne einer Anregung als zu hoch erwähnt und festgehalten, dass ich kommen werde, da es für mich gute Gründe gibt, dabei zu sein, ich an die Qualität der Veranstaltung glaube. Es waren einige Bekannte vor Ort, auf die ich mich ebenso gefreut hatte. Im Anschluss mit ihnen auf einen Drink gehen? Da war ich dabei. NICHT dabei war ich beim anschließenden Herziehen über den hohen Preis. Für mich war die Entscheidung VORHER gefällt. Ich war frei von Erwartungen und Hoffnung, dass sich der Preis vor Ort bezahlt machen würde. Das heißt nicht, dass ich an dem Tisch geschwiegen habe, war als Freundin vs. STARt-Guide vor Ort. Gleichsam war es eine weitere wertvolle Situation, die mir zeigt, welch SPÜRbaren Unterschied für mich möglich geworden ist.

Wenn Du für DICH den SPÜRbaren Unterschied erleben willst, Du Dich von derartigen Unzufriedenheitsmomenten lösen willst, dann kannst Du gleich Deine Selbstbeobachtung STARten. Impulse hierzu in meinen kostenlosen WochenSTARt-Videos.

Gleichsam gestehe ich, dass Entscheidungsfindungsprozesse für sich eine vertiefte Auseinandersetzung (Du mit Dir) brauchen. Ein begleitendes, unterstützendes Training hierzu gibt es über meine Angebote. Um Dir die Entscheidung nach dem „Was jetzt“ abzunehmen, empfehle ich das kostenlose 20-Minuten-Erstgesprächs mit mir, Theresia.

Die Entscheidung liegt bei Dir! 😉

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