Wie stehst Du zum Sterben?
Wie zum Leben?
Als Kind?
Heute?

Schon als Kind hatte ich große Angst vor dem Sterben. Sah mich in meinen Träumen als Zeugin meines eigenen Begräbnisses im Sarg liegend. Ein Sarg, der über den dunklen Friedhof getragen wurde… und wieder war ich wach und aufgewacht – noch bevor der Sarg in die Tiefen der Erde verschwinden würde und ich keine Chance mehr hätte, mitzuteilen, dass es sich um ein Missverständnis handelte… DASS ich noch nicht tot war….

Gleichsam weiß ich einmal mehr, dass es rund um den Tod doch Missverständnisse gibt. Muss Mensch nicht tot sein, um das Leben in seiner Lebendigkeit nicht mehr genießen zu können. Muss Mensch nicht unter der Erde liegen, um festzustellen, dass die eigene Identität gestorben ist. Etwas, das mir in all meinen Lebensjahren zwischenzeitlich mehr als einmal passiert ist. Zum Glück habe ich die wiederholten Tode der eigenen Identität letztlich immer überlebt – so schlimm sie auch jeweils für mich waren….
Schlimm, weil sie mir so unerwartet und plötzlich erschienen sind. Dabei hatten sie sich – wenn ich ganz ehrlich bin – mir immer angekündigt. Angekündigt mit einem Gefühl, dass etwas nicht mehr passt. Als ob ich aus etwas „herausgewachsen“ bin. Ich habe gespürt, dass etwas nicht mehr in mein Leben passte – etwas nicht mehr zu MIR passte.

Manchmal kann es dauern, anzuerkennen, dass sich etwas verändert (hat). Dass ein „Tod“ erfolgt (ist). Dass etwas in unserem Leben nicht mehr so ist, wie wir geglaubt haben. Wo wir ES uns doch so wünschen….. eine Vorstellung des Wunschzustands haben. Dabei unterliegt alles der Veränderung… nicht nur in der Kindheit.

Ein Vergleich aus der Kindheit hilft jedoch, besser zu verstehen, was emotional mit uns bei Veränderungsprozessen passiert.

Wer kann sich an eine Kindheitssituation erinnern, wo Du plötzlich merkst, Du bist aus Deine/m/n Lieblingshose, -pulli, -schuhen eindeutig rausgewachsen…. Du passt nicht mehr hinein!? Das TUT WEH!!!??? Wortwörtlich! Und ja… es trifft Dich mit voller Heftigkeit…so wie mich damals….
Aus der Traum vom wunderbaren „Klack-Klack“ mit meinen lila-metallic-schimmernden Ballerinas mit Absatz („Halbschuhe“ hat man bei uns in OÖ in meiner Kindheit gesagt). Vorbei der Gesang meiner Schuhe, wenn ich am Sonntag die Steinpflastersteine in die erste Reihe – die Kinderreihe – in der Kirche vorgeklackert bin… Sowas von Stolz erfüllt war ich. Sowas von schön hab ich mich gefühlt. Dann, wenn ich an den anderen Sitzreihen vorbeiging um nach vorne zu gelangen. Sooooooooooo besonders hab ich mich gefühlt mit DIESEN Schuhen… die nicht nur für den kommenden Winter auf Pause gingen…

„Nur“ Schuhe fragt sich an dieser Stelle höchstens der Spür-Verweigerer. DER, der hin spürt weiß um die Beziehungen, die man als Kind aufbaut. Ob zum Lieblingsstofftier, seiner Lieblingspuppe, seiner geliebten Ritter- oder Prinzessinnenburg oder eben zu den Lieblingsschuhen.

Aus den Kinderschuhen wortwörtlich entwachsen, mögen es nicht mehr die kindertypischen Dinge sein, an denen Mensch hängt. Gleichsam gibt es viel Materielles, vieles zum Angreifen bei dem Mensch nicht begreifen will, dass ES nicht mehr zur Verfügung stehen will. Etwas, das nicht nur auf klassische Objekte reduziert ist – werden doch selbst Tieren und Menschen als Objekte eingestuft und wahrgenommen. Objekte, von denen Mensch glaubt und/oder hofft, dass er Anspruch darauf haben kann. Ein gedachter Anspruch, dessen Gültigkeit ablaufen kann. Von einem Tag auf den anderen. Weil X nicht mehr im Leben ist.

WAS wäre Dein X?
Wenn Du JETZT in Dich gehst… wo spürst Du Verlustangst?

Selbst als Tochter eines Totengräbers gelingt es nicht, sich an „Tode“ und „das Sterben“ zu gewöhnen. Das kann wohl keiner und das ist auch nicht die Botschaft oder ein Ziel. All die vielen Tode, die ich im wortwörtlichen Sinne miterlebt habe, haben mich dennoch in irgendeiner Form berührt. Haben mich interessiert. War ich beobachtend, wie Leute mit dem Tod umgehen. Hab ich mich selbst beim Begräbnis meiner Mutter Jahren gefragt, WAS mich zum Weinen veranlasst.

Damals war meine Antwort: DAS, was ich alles gewollt hätte für meine Mutter und unsere Beziehung – das konnte sich nicht mehr erfüllen…. Die vormals so große Wut hat sich mit ihrem Tod gewandelt. Verwandelt – in Traurigkeit. Eine Traurigkeit, die ein Loslassen erlaubt hat. Ein Loslassen von meiner Mutter – ein Loslassen von all meinen Erwartungen, die ich an sie und das Leben hatte. Mit jedem Moment ein Stückchen mehr…

Das kleine Mädel in mir war um vieles trauriger, als die junge Frau, die ich geworden war….Gleichsam gibt´s dieses kleine Mädel immer noch – jetzt mit dem großen Mädel in mir an ihrer Seite. Eine Frau, die verstanden (und das tun die meisten ja auch) und integriert hat (dafür braucht´s SPÜRbereitschaft), dass ein Gefühl von Fülle den Unterschied für Lebendigkeitsqualität macht – frei von der Notwendigkeit nach materiellen Dingen, frei vom Anspruch, dass alles BLEIBT.

Klingt einfach?
Klingen schon…. UND möglich!

Wenn Du diese Möglichkeit für Dich willst, liegt es an Dir, für Dich zu entscheiden, JETZT zu STARten. Für Deine spürbare Fülle, Deinen spürbaren Reichtum, Dein abunDANCE!

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